Das Kniegelenk ist eines der größten und am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Durch Verschleiß (Arthrose), Fehlstellungen oder Unfallfolgen kann der Gelenkknorpel zunehmend geschädigt werden. Wenn konservative Behandlungsmaßnahmen? Wie Physiotherapie, Injektionen oder gelenkerhaltende Operationen ?ausgeschöpft sind, kann die Implantation einer Knieprothese erforderlich werden. Ziel des Eingriffs ist es, Schmerzen zu beseitigen, die Beweglichkeit zu verbessern und die Funktion des Gelenks wiederherzustellen.
Eine Knieprothese kommt in Betracht bei:


Die Operation erfolgt stationär im Krankenhaus nach sorgfältiger klinischer und radiologischer Planung. Je nach Ausmaß des Gelenkverschleißes kommen unterschiedliche Prothesentypen zur Anwendung:
Der Eingriff wird muskelschonend und nach modernen chirurgischen Standards durchgeführt. Minimalinvasive Operationstechniken und präzise Schnittführung ermöglichen ein optimales Operationsergebnis mit möglichst schneller Rehabilitation.
Die verwendeten Implantate bestehen aus hochwertigen, körperverträglichen Materialien (Titan und Polyethylen). Die Auswahl erfolgt individuell anhand von Gelenkgeometrie, Knochenqualität und Aktivitätsniveau. Bei Bedarf wird eine digitale Planung oder patientenspezifische Schnittführung (PSI) eingesetzt, um die Achs- und Größenanpassung exakt vorzunehmen.
Die Mobilisation beginnt in der Regel am ersten postoperativen Tag.
Dabei wird das Gelenk unter physiotherapeutischer Anleitung aktiv bewegt und mit einer Motorschiene (CPM-Schiene) kontinuierlich mobilisiert.
Bereits frühzeitig sollte eine Beugung bis 90° erreicht werden.
Das Tragen eines Oberschenkel-Kompressionsstrumpfes für etwa zwei Wochen Tag und Nacht (zum Duschen abnehmbar) dient der Schwellung und Thromboseprophylaxe.
Die Thromboseprophylaxe erfolgt mit einer oralen Antikoagulation (Tabletten) über etwa 4?5 Wochen nach der Operation.
Die Wundkontrolle erfolgt am 2. postoperativen Tag, das Fädenziehennach etwa 12-14 Tagen. Eine Kontrolle kann auch durch den Hausarzterfolgen. Bei Komplikationen (z. B. starke Schmerzen, Fieber, Rötung oder Schwellung) ist eine umgehende Wiedervorstellung in der Praxisklinik Geesthacht erforderlich.
Das Ziel der Knieendoprothese ist die Wiederherstellung einer schmerzfreien, stabilen und achsengerechten Gelenkfunktion. Durchmoderne Operationstechniken, präzise Implantation und strukturierte Nachbehandlung kann in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und Mobilität erreicht werden.
